Auf der Such nach einem Kapitän

Ihr Lieben,

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Mein „Captain’s Dinner“ aus DROPS Belle in marine und Malabrigo Mora in pearl

nach einer kleinen Sommerpause melde ich mich nun wieder mit einigen Strick-Urlaubserlebnissen bei Euch zurück. Ich hoffe, Euch allen geht es gut und Ihr habt einen genau so schönen Sommerurlaub wie ich verbracht oder noch vor Euch.

Dieses Jahr reisten wir auf die wunderschönen Insel Sylt. Mein Mann und mein Sohn gönnten mir viel wohltuende Strickzeit am Strand, auf der Terrasse oder abends vor dem Fernseher beim Fussball gucken. So konnte ich tatsächlich ordentlich etwas wegstricken und kann Euch nun…Taddaaa! Mein neustes Werk „Captain’s Dinner“ vorstellen. Denn wer kennt es nicht: Eine unverhoffte Einladung auf eine Luxus-Yacht von einem schicken Kapitän, wie es mir natürlich fast täglich auf Sylt passiert ist. Zu mindestens war ich dank meines neuen Tee’s immer hervorragend gekleidet. (Anmerkung der Redaktion: Aufgrund einer sehr glücklichen Ehe, wurde natürlich jede Einladung dankend abgelehnt.)

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„Captain’s Dinner“ am lebenden Objekt.

Der wundervolle Strand direkt vor unserer Tür bot sich als Kulisse für Anleitungsfotos einfach an und nach längerem Betteln erbarmte sich mein Mann, natürlich erst nach dem wir meinen Sohn in den Kinderclub unseres Hotels gesteckt hatten, einige Fotos von mir und meinem neuen Strickteil zu schießen. Leider muss ich dazu sagen, dass wir Halbpension gebucht hatten, hüst und nach einer Woche ungehemmter Völlerei saß der Tee nicht mehr ganz so locker wie erwünscht. Mein Mann gab mir Befehle wie ein Mode-Fotograf bei Germany’s Next Top Model. Und ich im Wind, in der Düne, Sand im Gesicht,  mit eingezogenem Bauch kurz nach einem sehr, sehr ausgiebigen Frühstück. Ihr Lieben, was soll ich sagen, ich bin nun mal kein Model. Und genau so sahen das auch einige vorbeikommenden Strandspazierer die sich über die Grazie in der Dünen und den Möchtegern-Fotografen amüsierten. Aber dann sagte eine Dame: „Sie haben aber einen hübschen Pulli an!“. Hach ja, da wusste ich, der ganze Aufwand hat sich gelohnt und ich gab als Strickmodel einfach alles und tatsächlich haben mein Mann und ich ein paar schöne Fotos hinbekommen. Darauf haben wir dann bei einem üppigen Abendessen erstmal mit einem Weinchen angestoßen!

Nun noch ein paar Infos zum Tee an sich: Ich habe Bottom Up gestrickt. Ja, ja, ich weiß, das mögen viele von Euch so gar nicht. Aber… Wir stricken ohne Ärmel! Juhu! Oben gibt es nur eine einfache Raglan-Abnahme mit einem kleinen Zopf. Als verspielte Detail. Die Wellen stricken sich fast von selbst. Obwohl ich dazu sagen muss, die Malabrigo Mora und ich werden nicht die allerbesten Freunde, zu mindestens wenn es um die Verstrickung geht. Ich bin mit diesem zarten Garn einfach überall hängen geblieben. Rauhe Hände nach zu viel Strandsand reichten da völlig aus, aber im verstrickten Endergebnis ist sie einfach traumhaft schön. Und zur DROPS Belle muss ich nur sagen: Mein absolutes Lieblings-Wollgemisch. Wenn noch nicht passiert, bitte unbedingt einmal verstricken!

Ihr Lieben, ich weiß wie Eure nächste Frage lautet: Und was macht das Tuch? Auf nimmer Wiedersehen in die Nordsee abgetaucht? Am Strand verbuddelt? Natürlich nicht! Nach dem ich mit dem Captain’s Dinner ein locker leichtes Strickerlebnis hatte, habe ich mir das Tuch natürlich wieder vorgenommen und strotzte nur so vor Motivation… bis ich die erste Reihe beendet hatte. 13524409_988917671224078_6569871794195699540_nOh man! Die Reihen ziehen und ziehen und ziehen sich. Dieses Tuch ist wirklich mein Nemesis-Projekt. Aber ich muss es schaffen! Ich stricke einfach bis die Wolle zu Ende ist und dann hoffe ich, dass ich eine Spannweite von 1,83 m erreicht habe und sonst wird es eben nur um die Schultern gelegt. Ich muss es einfach schaffen!

Und dann, nie wieder Tuch. Bestimmt nie wieder! Ein halbrundes Tuch fängt so fröhlich und locker an und dann, ganz langsam zieht es sich wie Kaugummi. Der Übergang zwischen beschwingtem Strickspaß und waten durch den tiefsten Woll-Schlamm ist schleichend und ehe man sich versieht, kämpft man von Reihe zu Reihe. Ich schaffe das! Für Euch!

Also ihr Lieben, seid nächstes Mal wieder dabei, wenn es heißt: „Corinna oder das Tuch, es kann nur einen Gewinner geben!“

Ich wünsche Euch allen einen wunderschön lauschigen Sommerabend ohne Regen und Gewitter und freue mich über jeden von Euch geduldigen Mitlesern.

Liebste Grüße und ich geh dann ma Tuch stricken,

Eure Corinna.

 

 

 

 

One thought on “Auf der Such nach einem Kapitän

  1. Also, Corinna, da das Tich ja jetzt schon gut aussieht ( und ich finde, ein Tuch zieht sich nicht so wie mancher Pulli – siehe den angefangenen In Stilness-), kann das doch nicht dein letztes gewesen sein/ werden?
    Am Ende kann es nur einen geben!
    P.S.: Einen Namen hat es doch dann schon? 😉

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